Viele ältere Wohnhäuser leiden unter lokalen Kältezonen an der Gebäudehülle, den sogenannten Wärmebrücken. Sie verursachen erhöhten Wärmeverlust und können Feuchte, Frostschäden und Schimmel begünstigen. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz erläutert typische Ursachen, betroffene Bauteile und mögliche Sanierungsansätze sowie Beratungsangebote für Betroffene.
Was sind Wärmebrücken?
Als Wärmebrücken werden Stellen bezeichnet, an denen deutlich mehr Wärme nach außen gelangt als durch die umgebenden Bauteile. Typische Beispiele sind Außenwandecken, Vorsprünge, Gauben, Fensterstürze sowie Stahlbetonplatten, die als Balkon nach außen führen. Solche Bauteile haben eine hohe Wärmeleitfähigkeit und große Fläche, wodurch sie besonders viel Wärme abgeben.
Ursachen und Folgen
Wärmebrücken entstehen sowohl aufgrund der Materialeigenschaften und Konstruktion als auch infolge mangelhafter Ausführung bei Dämmmaßnahmen. Häufige Fehler sind unvollständige Anschlüsse der Dämmung, zum Beispiel das Auslassen der Fensterlaibung. Sichtbar werden die Effekte durch kalte Innenflächen und Zugerscheinungen. In Extremfällen können die niedrigeren Oberflächentemperaturen zu Feuchteeintrag, Frostschäden in der Bausubstanz und Schimmelbildung führen.
Sanierungsmöglichkeiten
Die Beseitigung von Wärmebrücken erfordert oft umfangreichere Dämmmaßnahmen. Effektive Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn die Außenwanddämmung und der Fensteraustausch gemeinsam geplant werden. Kleinere, gezielte Maßnahmen sind möglich: Rollladenkästen und Heizkörpernischen lassen sich vergleichsweise leicht dämmen, wenn keine vollständige Außendämmung erfolgt. Je nach Situation sind konstruktive Eingriffe und fachgerechte Ausführungen nötig, um neue Wärmebrücken zu vermeiden.
Energieberatung und Ansprechpartner
Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bietet persönliche Energieberatungen nach Terminvereinbarung an. Die Beratung findet jeden zweiten und vierten Donnerstagnachmittag in den Räumen der Verbraucherberatung Koblenz sowie jeden Donnerstagvormittag im Bauberatungszentrum der Stadt Koblenz statt. Anmeldungen sind möglich unter der Rufnummer 0261/12727 für die Verbraucherberatung und unter der Rufnummer 0261/129 6000 für das Bauberatungszentrum.
Zusätzlich steht das Energietelefon der Verbraucherzentrale kostenfrei zur Verfügung: 0800 / 60 75 600. Die Erreichbarkeitszeiten sind montags von 9 bis 13 und von 14 bis 18 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 10 bis 13 und von 14 bis 17 Uhr. Die Energieberatung wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie vom rheinland pfälzischen Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität gefördert. Weitere Informationen sind online verfügbar unter www.verbraucherzentrale-rlp.de.
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