Dienstag, 07.04.2026

500 Kilogramm Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg soll auf Mosel bei Koblenz entschärft werden

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Bei Baggerarbeiten am Baustellenbereich der Pfaffendorfer Brücke in Koblenz ist eine 500 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Entschärfung ist für den kommenden Mittwoch, 8. April, auf einem Baggerschiff im Gülser Moselbogen geplant. Von der dafür notwendigen Evakuierung sind nach Angaben der Stadt rund 1100 Personen betroffen.

Fund und Sicherung

Der Blindgänger wurde nach Angaben der Stadt bei Arbeiten im Rhein entdeckt. Es handele sich um eine amerikanische 500 Kilogramm Bombe mit einem intakten und einem abgebrochenen Zünder. Das Gefahrenobjekt wurde auf das Schiff verladen, das die Baggerarbeiten durchführt, und am Donnerstagabend zur Moselschleuse in Koblenz gebracht. Das Schiff wird dort bewacht.

Experten vom Kampfmittelräumdienst Rheinland Pfalz erklärten, die Bombe dürfe nicht umgelagert werden. Daher müsse die Entschärfung auf dem Baggerschiff erfolgen. Die Entscheidung für den Entschärfungsort orientiert sich auch an Erfahrungen mit einem früheren Fund. Bürgermeisterin Ulrike Mohrs verwies auf die guten Erfahrungen bei einer Entschärfung Anfang April 2025. Hätte die Entschärfung am ursprünglichen Fundort im Rhein stattfinden müssen, wären laut Stadt etwa 16 000 Menschen und zahlreiche Einrichtungen betroffen gewesen.

Evakuierung und Ablauf der Entschärfung

Für den Entschärfungstag ist ein Evakuierungsradius von 1000 Metern rund um den vorgesehenen Entschärfungsort im Gülser Moselbogen festgelegt worden. Die Evakuierung muss laut Stadt bis 8.30 Uhr abgeschlossen sein. Ab diesem Zeitpunkt darf sich außer den Einsatzkräften niemand mehr in der Zone aufhalten. Erst danach kann der Kampfmittelräumdienst mit der Entschärfung auf dem Baggerschiff beginnen.

Betroffen sind Teile des Stadtteils Lay, die Kindertagesstätte Lay, der Campingplatz Güls, der Sportboothafen, die Bahnstrecke entlang der Mosel sowie die Bundesstraßen 416 und 49. Die Bundesstraße 327, Hunsrückhöhenstraße, bleibt befahrbar.

Betreuung, Informationen und Ansprechpartner

Für Kinder aus der betroffenen Kindertagesstätte sowie für weitere Personen, die während der Evakuierung nicht anderweitig unterkommen, stellt die Stadt ab 8 Uhr Aufenthaltsmöglichkeiten in der Legiahalle im Stadtteil Lay bereit. Kinder, die nicht privat betreut werden können, werden dort neben dem Kita Personal auch von Kräften des Jugendamtes betreut. Haustiere sind in der Halle nicht zulässig. Verpflegung wird dort nicht angeboten.

Die Stadt kündigte an, am Karsamstag Handzettel mit detaillierten Informationen an die betroffenen Haushalte zu verteilen. Für Rückfragen hat die Feuerwehr Koblenz ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 0261/40404-8000 eingerichtet. Aktuelle Informationen zur Bombenentschärfung sind außerdem unter www.koblenz.de/bombe abrufbar.

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