Ein Mobilheim zu verschenken klingt auf den ersten Blick ungewöhnlich – schließlich handelt es sich um eine vollwertige Unterkunft. Dennoch tauchen solche Angebote immer häufiger auf Online-Plattformen, Kleinanzeigen oder spezialisierten Portalen auf. Doch warum verschenken Menschen ihr Mobilheim? Und worauf sollten Interessenten achten? In diesem Artikel erklären wir die häufigsten Gründe und geben einen realistischen Überblick über dieses besondere Thema.
Warum ein Mobilheim zu verschenken ist – die häufigsten Gründe
1. Hohe Standplatz- und Nebenkosten
Viele Mobilheime stehen auf Camping- oder Freizeitplätzen, für die jährlich Standplatzmieten, Strom-, Wasser- und Entsorgungskosten anfallen. Wenn das Mobilheim nicht mehr genutzt wird, können diese laufenden Kosten schnell zur Belastung werden. Statt weiter zu zahlen, entscheiden sich manche Eigentümer dafür, ihr Mobilheim zu verschenken.
2. Altersbedingter Umzug oder gesundheitliche Gründe
Ein häufiger Grund: Die Besitzer werden älter oder gesundheitlich eingeschränkt. Das Mobilheim wird nicht mehr regelmäßig genutzt, die Pflege fällt schwer und Angehörige wohnen oft weit entfernt. In solchen Fällen ist ein Mobilheim zu verschenken oft die einfachste Lösung.
3. Schwieriger oder teurer Abtransport
Der Transport eines Mobilheims ist aufwendig und teuer. Kräne, Spezialtransporte und Genehmigungen können mehrere Tausend Euro kosten. Wenn der Marktwert des Mobilheims geringer ist als die Abbau- und Transportkosten, wird es lieber verschenkt.
4. Geringer Wiederverkaufswert
Ältere Mobilheime verlieren stark an Wert. Modelle aus den 1980er oder 1990er Jahren lassen sich häufig nur schwer verkaufen. Ein „Mobilheim zu verschenken“-Inserat sorgt in vielen Fällen für mehr Nachfrage als ein Verkaufsangebot.
5. Platzauflagen durch Betreiber
Manche Campingplatzbetreiber verlangen die Entfernung älterer Mobilheime oder schreiben bestimmte Baujahre und Zustände vor. Um Fristen einzuhalten, geben Eigentümer ihr Mobilheim kostenlos ab.
Ist ein Mobilheim zu verschenken wirklich kostenlos?
Der Begriff „mobilheim zu verschenken“ bedeutet selten, dass keinerlei Kosten entstehen. Interessenten sollten folgende Punkte einplanen:
- Abbau- und Transportkosten
- Eventuelle Renovierungsarbeiten
- Gebühren für einen neuen Stellplatz
- Genehmigungen und Versicherungen
Das Mobilheim selbst ist zwar gratis, die Folgekosten können jedoch erheblich sein.

Für wen lohnt sich ein Mobilheim zum Verschenken?
Ein geschenktes Mobilheim eignet sich besonders für:
- Handwerker oder Heimwerker mit Erfahrung
- Menschen mit eigenem Grundstück oder Stellplatz
- Campingplatzbetreiber oder Dauerpächter
- Käufer mit günstigem Transportzugang
Wer flexibel ist und realistisch kalkuliert, kann ein Mobilheim zu verschenken als echte Chance nutzen.
Worauf sollte man bei einem geschenkten Mobilheim achten?
Bevor man zuschlägt, sollte man prüfen:
- Zustand von Dach, Boden und Wänden
- Feuchtigkeit oder Schimmel
- Isolierung und Heizsystem
- Elektrik und Gasinstallation
- Baujahr und Hersteller
Eine Besichtigung ist unverzichtbar – Fotos allein reichen nicht aus.
Mobilheim zu verschenken: Eine Chance mit Verantwortung
Ein Mobilheim zu verschenken ist kein Mythos, sondern eine logische Konsequenz aus Kosten, Alter und Nutzungsänderungen. Für Eigentümer ist es oft die einfachste Lösung, für Interessenten eine günstige Einstiegsmöglichkeit – vorausgesetzt, man kennt die Risiken und Folgekosten.
Wer gut plant, kann aus einem geschenkten Mobilheim ein gemütliches Feriendomizil oder sogar eine dauerhafte Wohnlösung machen.
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