Donnerstag, 07.05.2026

Wann 112 und wann 110: Regeln für das richtige Absetzen eines Notrufs

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Die Initiative „Sicherheit in unserer Stadt“ hat Hinweise veröffentlicht, wie Notrufe richtig abgesetzt werden. Demnach gilt die Nummer 112 für medizinische Notfälle, Brände und Unfälle mit sofortigem Hilfebedarf durch Rettungsdienst oder Feuerwehr. Die Nummer 110 ist für Situationen vorgesehen, die mit Straftaten oder Gefahrenlagen zusammenhängen oder bei denen Polizeiunterstützung erforderlich ist.

Unterscheidung zwischen 112 und 110

Die 112 ist in ganz Europa kostenfrei erreichbar und dient bei akuten medizinischen Problemen, Feuer oder Unfällen, bei denen unverzüglich Hilfe von Rettungsdienst oder Feuerwehr benötigt wird. Die Leitstelle ist rund um die Uhr erreichbar. Auch bei fehlendem Mobilfunkempfang lässt sich die 112 wählen, weil das Telefon versucht, sich in ein anderes Netz einzuwählen.

Die 110 ist die Notrufnummer der Polizei. Sie ist anzurufen, wenn eine Straftat vorliegt, eine konkrete Gefahrenlage besteht oder wenn Sie als Zeugin oder Zeuge Hilfe durch die Polizei brauchen. Dazu zählen auch ungewöhnliche oder außergewöhnliche Situationen und Beobachtungen von verdächtigen Personen oder Sachverhalten.

Welche Angaben die Leitstelle benötigt

Ruhiges und klares Antworten erleichtert die Arbeit der Leitstelle. Wichtig ist eine möglichst genaue Standortangabe, etwa Ort, Stadtteil, Straße, Hausnummer und Stockwerk. Beim Absetzen des Notrufs wird die Rufnummer übertragen und kann bei Bedarf geortet werden.

Die Leitstelle fragt gezielt nach den relevanten Informationen, um geeignete Einsatzkräfte zu alarmieren. Übliche Fragen betreffen: Was ist passiert, wie viele Personen sind betroffen und ob es verletzte Personen gibt. Beschreibungen von Verletzungen und Symptomen sind nötig, um den Transport und die Behandlung vorzubereiten.

Legen Sie nach Ihren Angaben nicht sofort auf. Warten Sie auf Rückfragen der Leitstelle und bleiben Sie telefonisch erreichbar, bis das Gespräch von der Leitstelle beendet wird.

Verhalten am Einsatzort

Die eigene Sicherheit hat Vorrang. Bringen Sie sich, wenn möglich, zunächst in Sicherheit, rufen Sie dann Hilfe und leisten Sie anschließend Erste Hilfe, soweit Sie dazu in der Lage sind. Beobachten Sie die Lage weiter und informieren Sie die Leitstelle über Änderungen. Machen Sie sich bei Eintreffen der Einsatzkräfte bemerkbar, damit diese den Einsatzort schnell finden.

Einsätze werden nach Dringlichkeit priorisiert, daher sind Wartezeiten möglich. Kosten eines Rettungseinsatzes sollten nicht vom Notruf abhalten. Nur ein vorsätzlicher Missbrauch des Notrufs ist strafbar und kann in Rechnung gestellt werden.

Notruf mit Kindern üben

Die Initiative empfiehlt, das Absetzen eines Notrufs mit Kindern einzuüben. Erklären Sie, dass ein Notruf nur in echten Notfällen erfolgen darf, aber keine Angst besteht, weil immer jemand am anderen Ende hilft und nachfragt. Praktische Übungen lassen sich etwa mit einem Spielzeugtelefon durchführen, wobei Erwachsene die Rolle der Leitstelle übernehmen und die notwendigen Fragen stellen.

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