Freitag, 17.07.2026

Blaualgen im Schwanenteich: Koblenz warnt vor Kontakt für Menschen und Hunde

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Der Schwanenteich zwischen Oberwerth und der Südlichen Vorstadt zeigt derzeit eine grünliche Verfärbung und typische Schlieren. Die Stadt Koblenz sieht darin Anzeichen für eine starke Vermehrung von Blaualgen und empfiehlt, den Kontakt mit dem Wasser zu vermeiden. Besonders Hundebesitzer sollen ihre Tiere vom Teich fernhalten.

Gefahr für Menschen und Tiere

Einige Arten von Blaualgen beziehungsweise Cyanobakterien produzieren Giftstoffe, die bei Menschen und Tieren Beschwerden auslösen können. Zu den möglichen Symptomen zählen Übelkeit, Erbrechen, Hautreizungen, gerötete Augen und Atembeschwerden. In schwereren Fällen kann es laut den Angaben der Stadt zu Leberschäden und Störungen des Nervensystems kommen. Hunde gelten als besonders gefährdet, weil sie beim Schwimmen oder Trinken Wasser aufnehmen und Blaualgen außerdem durch Ablecken des Fells verschlucken können.

Die Stadt rät deshalb, Hunde nicht im Teich baden oder daraus trinken zu lassen. Auch Menschen sollten den Kontakt mit sichtbar belastetem Wasser meiden und Kinder davon fernhalten. Bei gesundheitlichen Beschwerden nach einem Kontakt mit dem Wasser wird ärztlicher Rat empfohlen.

Wasserzustand und Monitoring

Messwerte für Blaualgen in der Untermosel liegen nach Angaben der Verwaltung teils knapp unter dem Schwellenwert, ab dem das Landesamt für Umwelt Warnhinweise herausgibt. Der Schwanenteich selbst wird nicht als Bade- oder Freizeitgewässer geführt, deshalb erfolgen dort keine regelmäßigen Wasseruntersuchungen.

Die grüne Verfärbung ist nach Einschätzung der Stadt durch begünstigende Rahmenbedingungen verstärkt worden: warmes Wetter, hoher Nährstoffeintrag, fehlender Frischwasserzufluss und geringer Sauerstoffgehalt im Teich begünstigen die Vermehrung der Cyanobakterien.

Prüfung möglicher Gegenmaßnahmen

Der kommunale Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um langfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität zu prüfen. Die erste Bestandsaufnahme ergab, dass ein Zufluss von Frischwasser aus dem Laubach nicht möglich ist, weil der Bach bereits im Bereich des Stadions versickert. Eine unterirdische Verbindung zum Rhein wäre technisch aufwendig und gilt derzeit als finanziell nicht realisierbar. Als mögliche, weniger aufwendige Maßnahme soll nun geprüft werden, ob eine Fontäne den Sauerstoffgehalt steigern und insbesondere in den Sommermonaten die Wasserqualität verbessern kann.

Bis Ergebnisse konkreter Maßnahmen vorliegen, bleibt die Empfehlung der Stadt bestehen: Kein Baden und kein Trinken aus dem Schwanenteich sowie besonders vorsorgliche Verhaltensweisen bei Hunden.

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