Sonntag, 19.07.2026

Koblenz entfernt 80 geschädigte Bäume aus Sicherheitsgründen

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In den kommenden Wochen werden in Koblenz 80 Bäume gefällt. Die städtischen Baumkontrollen ergaben, dass viele Exemplare so stark geschädigt sind, dass eine natürliche Erholung nicht zu erwarten ist, bereits abgestorben sind oder bald absterben werden. Außerdem ist bei mehreren Bäumen die Stand und Bruchsicherheit nicht mehr gewährleistet, weshalb die Stadt im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht handeln muss.

Betroffene Standorte

Zu den bereits abgestorbenen oder nicht mehr zu erhaltenden Bäumen zählen unter anderem drei Mehlbeeren an der Realschule plus auf der Karthause, eine Esche in der Simmerner Straße sowie vier Robinien an der Eisbreche in Metternich. Wegen mangelnder Stand und Bruchsicherheit sollen zusätzlich vier Bäume an der IGS Pollenfeld und weitere Bäume im Sportpark Oberwerth sowie auf der Bezirkssportanlage Asterstein entfernt werden.

Gründe für die Fällungen

Nach Angaben des Stadtbaummanagements ist die Zahl von 80 zu fällenden Bäumen nicht ungewöhnlich. Vor allem Straßenbäume leiden unter schwierigen Standortbedingungen. Ihnen steht oft nur wenig Wurzelraum zur Verfügung, teilweise wurden sie auf Schuttstandorten gepflanzt, was die Wurzelentwicklung einschränkt. Dadurch reagieren sie empfindlich auf Trockenheit und Hitze. Hinzu kommen Krankheiten und Pilzbefall. Als Beispiel nennen die Baumfachleute den Brandkrustenpilz, der die Standsicherheit eines Baumes erheblich beeinträchtigen kann, obwohl der Baum äußerlich noch gesund erscheint.

Rosskastanien und künftige Pflanzstrategie

Nicht jeder geschwächte Baum muss sofort entfernt werden. Eine Rosskastanie am Schwanenteich nahe der Mainzer Straße ist bereits weitgehend entlaubt und zeigt braune Blätter. Sie leidet unter der Rosskastanienminiermotte und einem Pilz, der die Blattbräune verursacht. Diese Kastanie wird in den kommenden Jahren regelmäßig kontrolliert und nur bei deutlicher Verschlechterung von Vitalität oder Standsicherheit entfernt.

Die Stadt plant, künftig keine neuen gewöhnlichen Rosskastanien mehr zu pflanzen. Stattdessen testet das Stadtbaummanagement an der Mainzer Straße, wie sich Neuzüchtungen und andere Kastanienarten, unter anderem aus Nordamerika, als Straßenbäume bewähren. Nach Einschätzung von Stadtbaummanager Stephan Dally gelten diese als widerstandsfähiger gegenüber Miniermotte, Blattbräune und zunehmenden Hitzebelastungen.

Eine vollständige Liste der betroffenen Bäume liegt beim Eigenbetrieb Grünflächen und Bestattungswesen vor.

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