Freitag, 08.05.2026

Sicherheitsmängel an alten Bäumen führen zu umfangreichem Kronenschnitt

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Zwei Pappeln im Garten Herlet und zwei als Naturdenkmäler ausgewiesene Platanen in der Allee des Hauptfriedhofs werden aus Gründen der Verkehrssicherheit deutlich eingekürzt. Ein externes Gutachten ergab erhebliche Schäden an den Stämmen und Kronen, weshalb die zuständige städtische Grünverwaltung die Arbeiten kurzfristig durchführen lässt.

Befund an den Pappeln und geplante Eingriffe

Bei einer der beiden Pappeln im Garten Herlet dokumentierte der Gutachter Astwunden, einen deutlichen Hohlklang im Stamm sowie eine Höhlung am Stammfuß. Ein Zugversuch, bei dem die Belastung durch starken Wind simuliert wurde, zeigte, dass die Standfestigkeit nicht mehr ausreichend gegeben ist. Als Ursache wurde unter anderem eine fortgeschrittene Stockfäule im Wurzelbereich festgestellt.

Die Krone dieses Baumes soll um etwa sechs Meter eingekürzt werden. Ein Computerprogramm hat auf Grundlage der Messdaten berechnet, dass diese Maßnahme den Baum mittel bis langfristig erhalten kann. Weil die beiden Pappeln dicht nebeneinander stehen, wird auch der Nachbarbaum um etwa zwei Meter zurückgeschnitten, um das statische Gleichgewicht zu sichern.

Maßnahmen an den Platanen in der Friedhofallee

Für die beiden Platanen mit den Nummern N3 und N4 in der historischen Allee des Hauptfriedhofs lag ebenfalls ein Gutachten vor. An den Bäumen war bereits vor mehr als zehn Jahren ein starker Rückschnitt vorgenommen worden. Nun müssen die Kronen um mehr als drei Meter bis auf die damaligen Schnittstellen eingekürzt werden, um die Bruchsicherheit wiederherzustellen. Die Gutachter nannten neben den alten Kappstellen auch Spechtlöcher und Pilzbefall als Gründe für die Maßnahme.

Abwägung zwischen Baumerhalt und Verkehrssicherheit

Der Erhalt alter Bäume hat für die Stadtgärtnerei einen hohen Stellenwert, heißt es vonseiten der Verwaltung. Zugleich müsse die Verkehrssicherheit jederzeit gewährleistet sein. Deshalb werden bei Bedarf externe Gutachter eingeschaltet, die kritische Bäume eingehend untersuchen. Die anstehenden Rückschnittmaßnahmen sollen kurzfristig vom Eigenbetrieb Grünflächen und Bestattungswesen umgesetzt werden.

Durch die geplanten Schnitte soll das Risiko für Passanten und Verkehrsteilnehmer verringert werden, zugleich bleibt das Ziel, die betroffenen Bäume so weit wie möglich zu erhalten.

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