Donnerstag, 02.07.2026

Kapelle auf dem Bezirksfriedhof Metternich nach umfassender Sanierung wieder nutzbar

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Die Trauerhalle auf dem Bezirksfriedhof Metternich präsentiert sich nach einer umfangreichen Sanierung in modernisiertem Zustand. Erstmals seit 1969 wurde die Kapelle grundlegend instandgesetzt. Ein restauriertes Buntglasfenster des Koblenzer Künstlers Heinz Kassung prägt den Innenraum und ist künftig dauerhaft eingebaut.

Arbeiten am Gebäude und an der Ausstattung

Der Eigenbetrieb Grünflächen und Bestattungswesen der Stadt Koblenz ließ Decken und Wände instandsetzen und neu streichen. Die beiden WC-Anlagen wurden vollständig erneuert, eine zeitgemäße Beleuchtung installiert und neue Heizkörper eingebaut. Diese Maßnahmen sollen Komfort und Aufenthaltsqualität für Trauergäste erhöhen.

Offen bleiben noch zwei größere Gewerke: Der Fußboden wird aufgearbeitet und das Schieferdach soll saniert werden. Die Arbeiten sollen in den kommenden Monaten abgeschlossen werden.

Geschichte und Motive des Buntglasfensters

Den gestalterischen Mittelpunkt bildet ein restauriertes dreiteiliges Chorfenster von Heinz Kassung. Das Werk stammt aus dem Jahr 1961 und war ursprünglich für die damalige Pädagogische Hochschule Koblenz gefertigt worden. Später hing es in der Kapelle auf dem Oberwerth. Vor dem Abriss des Gebäudes sicherte die Koblenzer Kultur Stiftung das Fenster und lagerte es im Mittelrhein Museum.

Mit finanzieller Unterstützung der Stiftung wurde das Glasfenster restauriert, an die neue Einbausituation angepasst und in der Kapelle auf dem Bezirksfriedhof Metternich dauerhaft eingesetzt. Das Kunstwerk besteht aus vielen kleinen, von Bleiruten gefassten Glasflächen. Dominierende Blautöne werden durch Akzente in Gelb, Rot und Grün ergänzt. Im Zentrum sind ein Fisch und drei Brotlaibe zu erkennen. Diese Motive verweben christliche Symbolik und natürliche Bilder: Der Fisch als christliches Zeichen und die drei Brote als Hinweis auf Dreifaltigkeit. Erst durch einfallendes Tageslicht entfaltet das Fenster seine Wirkung und verändert die Atmosphäre des Raums.

Einweihung und Besucherangebot

Die offizielle Einweihung ist für Samstag, 26. September, geplant. Zu der Veranstaltung werden die Förderer sowie Angehörige des verstorbenen Künstlers erwartet. Parallel lädt der Eigenbetrieb zum Tag der offenen Tür im Krematorium auf dem Bezirksfriedhof Metternich ein. Besucherinnen und Besucher können sich dort über die Abläufe in der Einrichtung informieren und über die Grabangebote der Friedhofsverwaltung.

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