Mittwoch, 13.05.2026

Neuer Festungspark auf dem Petersberg nach neun Jahren Bauzeit eröffnet

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Nach neun Jahren Bauzeit haben Stadt und lokale Initiativen am Samstag einen neuen öffentlichen Park auf dem Petersberg in Lützel eröffnet. Oberbürgermeister David Langner übergab die 16.000 Quadratmeter große Anlage, die in zwei Bauabschnitten angelegt wurde, der Öffentlichkeit. Besucherinnen und Besucher lobten das Ergebnis: „Das ist ja toll geworden!“, hieß es mehrfach.

Neuer Treffpunkt auf dem Petersberg

Der Festungspark umfasst weitläufige Grünflächen, eine Freilichtbühne in der Grabenwehr, die sanierte Poterne mit einem markanten Tor sowie Aussichtspunkte wie das Lützeler Eck und eine neu errichtete Plattform mit Blick auf die Stadt und weitere Teile der Festung. Die Fläche soll neben Erholung auch kulturellen Veranstaltungen Raum bieten. Im nächsten Jahr wird die Fläche des bisherigen Sportplatzes in den Park integriert. Für diesen Bereich ist bereits vorgesehen, einen Ersatzsportplatz am Schartwiesenweg anzulegen.

Eröffnungsfest mit lokalem Programm

Das Fest unter dem Titel „Franz, wir feiern!“ wurde vom städtischen Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen in Kooperation mit dem Quartiermanagement Stadtgrün Lützel organisiert. Zahlreiche Vereine und Gruppen gestalteten das Programm. Die Band Echoes of Anatolia eröffnete die neue Bühne mit rockig interpretierten türkischen Volksliedern. Lesungen, Theaterbeiträge und Musik von lokalen Ensembles ergänzten das Angebot. Ehrenamtliche Vereine führten Besucherinnen und Besucher durch die historische Anlage und halfen beim Programmablauf. Feuerwehrleute und Mitglieder des Kirmesvereins Bombenfeste Lützel stellten den Maibaum auf, begleitet von Marschmusik des Musikvereins In Treue fest Koblenz-Immendorf.

Sanierung unterirdischer Anlagen und Finanzierung

Der Ausbau des Parks wurde durch zwei Förderprogramme des Bundes mit insgesamt 7,4 Millionen Euro unterstützt. Darüber hinaus tätigte die Stadt zusätzlich zu ihrem Pflichtanteil Investitionen, etwa in die Rekonstruktion des unterirdischen Kriegspulvermagazins. Für viele Besucherinnen und Besucher war die Besichtigung der ehemaligen Lagerstätte für Pulverfässer und der angrenzenden Gänge einer der Höhepunkte. Ehrenamtliche des Vereins Feste Kaiser Franz e.V. boten Führungen durch den Untergrund an. Landschaftsarchitekt Franz Reschke erläuterte das Konzept der Freiraumgestaltung, und der Objektplaner Peter Schmitt erklärte die Sanierung der historischen Gebäude.

Blick in die Zukunft

Oberbürgermeister David Langner bezeichnete den Festungspark als attraktive Fläche für Erholung und Veranstaltungen und betonte, dass mit dem Ausbau ein Stück militärhistorisches Erbe in die städtebauliche Entwicklung integriert worden sei. Das Eröffnungsfest soll künftig im Rahmen der Koblenzer Gartenkultur als regelmäßige Veranstaltung stattfinden. Stadt und beteiligte Gruppen sehen in dem Park zudem eine neue Plattform für kulturelle Angebote und Nachbarschaftsaktivitäten.

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