Donnerstag, 09.07.2026

Renoviertes Rückhaltebecken verringert Hochwassergefahr in Niedererbach

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Ein seit Jahren kaum gepflegtes Regenrückhaltebecken oberhalb von Niedererbach wurde von den Verbandsgemeindewerken Montabaur instand gesetzt. Nach Abschluss der Arbeiten läuft der Fischbach bei Starkregen langsamer und führt nach Angaben der Kommunalvertreter weniger Wasser in die Ortslage, wodurch auch der Zulauf in den Erbach entlastet wird.

Lage und Bedeutung für das Gewässersystem

Der Fischbach kommt aus südwestlicher Richtung aus Nentershausen und mündet in Niedererbach in den Erbach. Nur wenige Meter entfernt fließt der Sandbach, so dass bei Stark- oder Dauerregen große Wassermengen in kurzer Zeit zusammenkommen können. Für den Sandbach hatte die Ortsgemeinde bereits ein Staubauwerk mit Rückhaltebecken errichten lassen. Das nun überarbeitete Becken am Fischbach liegt als Wiesenbecken im Wald oberhalb der Ortslage und wirkt als Zwischenspeicher, um Spitzenzuflüsse abzufedern.

Technische Maßnahmen an der Anlage

Die Anlage war Anfang der 2000er Jahre von der Bahn als Entwässerung der neu gebauten ICE-Trasse angelegt worden. Nach Jahren unzureichender Pflege hatten Äste und Steine die Verrohrung im Sohlbereich des Damms zugesetzt, so dass das Becken häufig gefüllt blieb. Die VG-Werke haben das Rohr freigelegt, einen Rechen zur Abfangung von Schmutz installiert und die Anlage so hergerichtet, dass das Wasser gedrosselt abfließen kann.

Am oberen Ende des Beckens wurde ein kleines Erdbecken angelegt, das als Ölauffang dient. Die beiden Entwässerungskanäle der Bahn münden weiterhin in das Rückhaltebecken. Nach Angaben von Frank Bartels von den VG-Werken ermöglicht diese Einrichtung im Bedarfsfall die Abscheidung von Öl, sodass im Störfall eine gezielte Rückhaltung von Schadstoffen möglich ist.

Wirkung vor Ort und künftigere Pflegeaufgaben

Ortsbürgermeister Andreas Neubert und Werkleiter Andreas Klute begutachteten die Anlage vor Ort. Neubert sagte, man habe bereits bemerkt, dass das Becken seine Funktion wieder erfülle. Bei Starkregen komme der Fischbach nicht mehr so schnell in den Ort und führe weniger Wasser, wodurch auch der Erbach entlastet werde.

Die VG-Werke betreiben nach eigenen Angaben insgesamt 60 Regenrückhaltebecken in 24 Ortsgemeinden und der Stadt Montabaur. Die Becken sind als naturnahe Wiesenbecken außerhalb der Ortslagen angelegt und müssen regelmäßig gemäht, gepflegt und nach starken Regenfällen kontrolliert werden. Zu den Pflegeflächen zählen zudem Kläranlagen und Pumpstationen mit einer Gesamtfläche von rund 280.000 Quadratmetern.

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