Dienstag, 21.07.2026

Regionalrat prüft Übertragbarkeit des Koblenzer Lotsenhauses auf den Kreis Rhein Hunsrück

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Vertreterinnen und Vertreter des Regionalrats Wirtschaft Kreis Rhein Hunsrück besuchten das Lotsenhaus International in Koblenz, um sich über das Zusammenwirken mehrerer Behörden und Organisationen bei der Integration von Zugewanderten zu informieren. Anlass des Treffens war ein fachlicher Austausch über Arbeitsweise, Kooperation und Möglichkeiten, erfolgreiche Integrationsansätze zu übernehmen.

Konzept und historische Wurzeln

Die Kooperation, die heute im Lotsenhaus praktiziert wird, geht auf die Jahre 2015 und 2016 zurück. Damals hatten verstärkte Fluchtbewegungen verschiedene Akteurinnen und Akteure veranlasst, gemeinsame Strukturen zur Aufnahme und Integration von Zugewanderten zu entwickeln. Aus dieser Zusammenarbeit entstand über die Jahre ein Netzwerk, das seit Juli 2025 räumlich im Lotsenhaus International Koblenz gebündelt ist.

In dem gemeinsamen Haus arbeiten aktuell neun Partnerinstitutionen Hand in Hand. Ziel ist, Anliegen direkt vor Ort zu bearbeiten und damit Wege für die Ratsuchenden zu verkürzen. Besucherinnen und Besucher des Rundgangs hoben den praxisorientierten Ansatz und die enge Vernetzung der beteiligten Stellen als besonderen Vorteil hervor.

Beteiligte Institutionen und Arbeitsweise

An dem Austausch nahmen neben Mitgliedern des Regionalrats auch Vertreterinnen und Vertreter der Agentur für Arbeit, des Jobcenters, der Volkshochschule Hunsrück, der Caritas, der Ausländerbehörde sowie der Kreisverwaltung teil. Die gemeinsame Präsenz verschiedener Stellen ermögliche es, komplexe Fragestellungen partnerschaftlich zu klären und Verfahren zu beschleunigen, berichteten die Gastgeber.

Dem Konzept liegt die Idee zugrunde, Schnittstellen zwischen Verwaltung, Beratungsangeboten und Bildungseinrichtungen zu schließen, um Integration nachhaltiger zu gestalten. Die direkte Zusammenarbeit vor Ort reduziert Abstimmungsaufwand und erleichtert den Zugang zu Unterstützungsleistungen für Zugewanderte.

Reaktionen des Regionalrats und weitere Überlegungen

Der Regionalrat bezeichnete die strukturierte Zusammenarbeit als Mehrwert für alle Beteiligten und betonte zugleich ökonomische Perspektiven: Wenn Akteurinnen und Akteure eng zusammenarbeiten, profitierten die Menschen vor Ort, Unternehmen und öffentliche Haushalte. Schnelle und nachhaltige Integration sei auch wirtschaftlich sinnvoll, so die Einschätzung.

Die gewonnenen Eindrücke sollen in die weiteren Beratungen des Regionalrats einfließen. Geprüft wird, inwieweit sich das Modell des Lotsenhauses auf den Kreis Rhein Hunsrück übertragen lässt. Dabei wird auch die Möglichkeit von mobilen Angeboten erwogen, um die Dienstleistungen in dezentralen Räumen zugänglicher zu machen.

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