Donnerstag, 11.06.2026

Koblenz nimmt neue Wohnmodule für Geflüchtete in Betrieb

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Die Stadt Koblenz hat auf der Niederberger Höhe zwei neue Wohnmodule für geflüchtete Menschen weitgehend fertiggestellt. Ein Gebäude ist bereits bezugsfertig, beim zweiten laufen die letzten Arbeiten. Mit den Modulen will die Stadt schrittweise die vorhandenen 123 Wohncontainer ersetzen, von denen zahlreiche seit den 1980er Jahren im Einsatz sind und Schäden aufweisen.

Entstehung der Zusammenarbeit

Die Kooperation zwischen der Stadt und dem Versicherer Debeka begann Anfang 2022. Die Debeka nutzte im Zuge ihres Umzugs nach Moselweiß temporäre Büromodule für Mitarbeitende. Parallel führte der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine zu einem spürbaren Anstieg des Bedarfs an Unterbringungsplätzen in Koblenz.

Im Laufe des Jahres 2022 konnte zunächst ein Modul zur Unterbringung von Geflüchteten aktiviert werden. Als die Debeka ihre angemieteten Einheiten nach und nach nicht mehr benötigte, bot sich der Stadt die Möglichkeit, weitere Module zu übernehmen und aufzustellen. Schließlich entschied die Debeka, zwei zusätzliche Module der Stadt als Schenkung zu übergeben.

Wohnqualität, Kosten und Energieverbrauch

Die neuen Gebäude sollen die Wohnqualität für die Bewohner verbessern und zugleich die Wirtschaftlichkeit der Unterbringung erhöhen. Bürgermeisterin Ulrike Mohrs erklärte, die Zusammenarbeit mit der Debeka sei für die Stadt von großem Wert. Die Module führten dazu, dass Anschaffungskosten entfallen und die laufenden Betriebskosten durch moderne und energieeffiziente Bauweise deutlich sinken. Damit verbesserten sich sowohl die Wohnbedingungen als auch die Energiebilanz.

Nach Angaben der Stadt ersetzen die neuen Einheiten nach und nach die alten Containerstandorte. Die bisher eingesetzten Wohneinheiten stammten teils aus den 1980er Jahren und wiesen teilweise erhebliche Schäden auf, weshalb eine Erneuerung als notwendig angesehen wird.

Besichtigung und Ausblick

Vertreter der Stadt und der Debeka begutachteten kürzlich den baulichen Fortschritt. Neben Bürgermeisterin Mohrs nahmen Thomas Brahm, Vorstandsvorsitzender der Debeka, und Joachim Hinse, Leiter der Immobilienverwaltung der Debeka, an der Besichtigung teil. Brahm betonte, dass der Versicherer einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten wolle und eine enge Verbindung zur Region sehe.

Die Stadt plant, die Modernisierung der Unterbringungsangebote fortzusetzen und die verbleibenden alten Container sukzessive zu ersetzen. Konkrete Termine für die vollständige Inbetriebnahme des zweiten Moduls nannte die Stadt bislang nicht.

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