Mittwoch, 27.05.2026

Freilegung des Reduitgrabens schafft Raum für neuen Stadtteilmittelpunkt auf dem Asterstein

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Anfang Juni beginnen auf dem Asterstein Arbeiten zur Sicherung und Aufwertung der historischen Festungsanlage. Der Eigenbetrieb Gruenflaechen und Bestattungswesen wird einen Abschnitt des einstigen Grabens am Reduit auf einer Laenge von rund 40 Metern freilegen. Ziel der Maßnahme ist es, die Statik des Bauwerks zu verbessern und den angrenzenden Platz vor dem Torhaus dauerhaft auszubauen.

Warum der Graben wieder ausgegraben wird

Der Graben des ehemaligen Reduits war im Zuge der Entfestigung und in den Jahrzehnten danach großteils zugeschüttet worden. Nur an einer Stelle ist er noch heute sichtbar. Untersuchungen hatten ergeben, dass die Mauer des Reduits dem Druck des Erdreichs nachgegeben und sich nach innen verschoben hatte. Durch gezielten Erdaushub soll die Belastung des Mauerwerks deutlich reduziert werden. Gleichzeitig wird bei der Freilegung das unterste Fenster des Reduits wieder sichtbar gemacht.

Gestaltung des Platzes und landschaftliche Einbindung

Das ausgehobene Erdreich wird nördlich des Vorplatzes in einen bestehenden Hang integriert. An den Flanken des Festungsparks sind großflächige Baum und Strauchpflanzungen geplant, die einerseits als grüne Rahmung dienen und andererseits Sichtschutz zur benachbarten Wohnbebauung bieten sollen. Im Anschluss an die Erdarbeiten beginnt der Ausbau des Platzes vor dem Torhaus sowie die Anpassung der Zuwege. Die Flächen erhalten einen hellen Naturstein Splitt Belag, der bereits an anderen Stellen des Parks verwendet wurde. Das Torhaus wird als Infozentrum beleuchtet und in die Aufenthaltsfläche eingebunden, daneben werden Sitzbänke installiert.

Förderung, Nutzung und Zeitplan

Der Ausbau des Platzes wird durch das LEADER Programm des Landes Rheinland Pfalz und der Europaeischen Union gefördert. Die Stadtverwaltung beschreibt das Vorhaben als Schaffung einer neuen historischen Mitte für den Stadtteil. Vorgesehen ist, dass der Platz künftig als Treffpunkt und Kommunikationsraum dient und unter anderem für Schulveranstaltungen sowie Angebote örtlicher Vereine genutzt werden kann. Die Arbeiten sollen im Herbst mit einer feierlichen Eröffnung des neuen Stadtteilmittelpunkts abgeschlossen werden.

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